Häufige Fragen
Die Lumi-App
- ist grundsätzlich selbsterklärend (Lumi ist der Lernbegleiter, der stets weiterhilft)
- ist zu allen Leselernmethoden kompatibel
- muss einen festen Platz im Stundenplan haben
- sollte in Leseeinheiten von ca. 30 Minuten geplant werden (die ersten Male mehr, plus Zeit für Organisation)
- sollte vor schulischem Einsatz durch die LK selbst erprobt werden:
um die App allgemein kennenzulernen
um ihre Potenzen für individualisiertes, selbstständiges, selbstbestimmtes und erfolgreiches Lesenlernen zu erkunden
um persönliche Sicherheit zu erlangen, dass Lumi jedem Kind einen effizienten Lese-Lern-Raum und individuelle Hilfe zur Selbsthilfe bietet, genau dann, wenn es diese benötigt
um in LUMI implementierte Routinen zu erfassen: z.B., dass man mindestens 4 Wörter im Hörbaren Abschreiben bearbeitet haben muss, um genügend Zaubertrank zu haben, um ins Schloss zu gelangen oder dass 10 Min. nach Beenden der App der Spielstand eines Kindes auf dem Tablet gelöscht wird
- umfasst 13 Themenfelder mit insgesamt 200 Wörtern, wobei jedes Themenfeld an einer bestimmten Farbe erkennbar ist. Gelb gekennzeichnet ist z.B. das Thema ‘Tiere‘. Tiernamen findet man dementsprechend nur auf gelben Wortkarten. Die Einklebeseite für Tiersticker im Stickeralbum ist deshalb ebenfalls gelb wie auch die Stickerseite selbst.
1. Im Vorfeld müssen die Arbeitsmaterialien mit Namen der SuS versehen werden. Darüber hinaus können die Wortkartenbox und der Hefter mit den Stickern von den Kindern bemalt oder beklebt werden, um noch besser von ihnen als ihr Eigentum erkannt zu werden. Eine wichtige Voraussetzung für selbstständiges Handeln der SuS ist, dass alle Materialien einen festen, frei zugänglichen Ablageplatz erhalten.
2. Die erste Leseeinheit mit der Lumi-App sollte schrittweise durch die LK angeleitet werden. Dabei können auftretende Unsicherheiten von Beginn an abgestellt werden. Die SuS, die noch unzureichend deutsch verstehen, können sich auf diese Weise die Abläufe zunächst durch Abschauen und Nachmachen aneignen und dabei handlungsorientierende und sprachlich weiterbringende Erfahrungen machen.
3. Ein möglicher Verlauf der ersten Lumi-Leseeinheit:
Beginn optional: Lumi-Rap abspielen und den SuS ggf. eine eigene Geschichte zu Lumi erzählen
SuS mit dem Ziel vertraut machen: mit Hilfe der Lumi-App Lesen lernen.
Vorstellen der nötigen Materialien: iPad, Kopfhörer, Wortkartenbox, Stickeralbum und Sticker
Spielidee besprechen: Herausfinden, wie das Wort auf der Wortkarte heißt und Sticker sammeln
Ablauf beschreiben: Wort abschreiben > das Wort ins Mikrofon sprechen > Zaubertrankflasche befüllen > ins Schloss gehen > Zauberkugel suchen und Sticker verdienen
Planvolles, strukturiertes Einrichten der Arbeitsplätze durch die Kinder (Materialien holen, iPads aufbauen)
LK legt jedem SuS die gleiche Wortkarte aus dem Thema Tiere (z.B. Raupe) auf den Arbeitsplatz (im Vorfeld den Wortkarten-Boxen entnehmen!)
Starten der iPads > Starten der Lumi-App
Einscannen des ausgewählten Wortes > den Anweisungen des Programms folgen (Hinweis: Kamera befindet sich hinter dem LUMI-Kopf)
Den Kindern Hinweise zum Abschreiben geben: Besprechen, dass das Wort auf der Wortkarte die Reihenfolge der Buchstaben bestimmt, wie sie in die leere Schreibzeile auf dem Tablet geschoben werden müssen.
Am Anfang ist es sinnvoll, dass die SuS mit der Grundregel beim Hörbaren Abschreiben vertraut gemacht werden: Bei den Kindern muss es zur Gewohnheit werden, dass sie während des Hörbaren Abschreibens stets mitsprechen bzw. nachsprechen, was die Stimme im Programm vorspricht. (LK erinnert beständig daran, bis es bei allen Kindern in Fleisch und Blut übergegangen ist.)
Warum das Mitsprechen? Um Mitsprechen zu können, müssen die Kinder das Gehörte bewusst inhaltlich wahrnehmen. In der steten Kopplung von Schrift (Sehen) und Lautung (Hören) besteht eine einzigartige Wirkmächtigkeit für das Lesenlernen sowohl für das Einprägen von Graphemen und Phonemen sowie die Ausbildung der Lesesynthesefähigkeit als auch für die phonetisch exakte deutsche Aussprache entstehender Wortteile und Wörter.
Noch einen weiteren Tiernamen (gelbe Wortkarten) abschreiben. Kinder, die sich das bereits allein zutrauen, selbstständig arbeiten lassen bzw. paarweise mit noch unsicheren Kindern arbeiten lassen.
Zusammenfassung: Was wurde gelernt?
- zum Umgang mit Tablet
- zur Farbe einer Wortkarte
- zum Abschreiben eines Wortes
Ausblick auf nächste Lumi-Leseeinheit:
- jedes Kind arbeitet selbstständig
- Ziel: Abschreiben von 4-5 Wörtern, um mind. 1 Sticker zu bekommen.
Die Lumi-App ist selbsterklärend. Das bedeutet, dass jedes Kind grundsätzlich erfährt, was es zu tun hat oder wie es im Spiel weiterkommt. Sollte es dennoch Fehler machen, wird Lumi ihm, genau auf sein Problem hin, weiterhelfen. Damit gewährleistet das Programm, dass jedes Kind in seinem Tempo und mit seinem Ausgangsniveau selbstständig mit der App lernen kann.
Wenn ein Kind aus Gewohnheit um „Hilfe von außen“ bittet, sollte man mit: „Frag zuerst Lumi und probiere aus, was er dir rät!“ (Lumi antippen!) auf Lumi zurückverweisen. Das stärkt zunehmend das Vertrauen des Kindes in seine eigene Leistungsfähigkeit.
Es empfiehlt sich, die Lumi-App dreimal in der Woche zum Lesenlernen einzusetzen. Je kürzer zunächst die Zeitabstände zwischen Lumi-Leseeinheiten sind, desto intensiver das Lesenlernen und desto schneller der Lernerfolg.
Feste Lesezeiten unterstützen die Ausbildung von Lesegewohnheiten bis hin zur Ausbildung von Lesebedürfnis.
Wenn zum Lesenlernen ein digitales Medium genutzt wird, sind weitere Überlegungen zum Thema feste Lesezeiten nötig. Solange Schule nicht jedem Kind „sein“ Tablet zur Verfügung stellen kann, muss der Einsatz der vorhandenen schuleigenen Tablets mit den anderen Kolleginnen zeitlich abgestimmt werden. Auch aus diesem Grund sind feste Lesezeiten sinnvoll.
Kinder beginnen auf sehr unterschiedlichem Niveau an Sprach- und Schrifterfahrungen das schulische Lesenlernen. Manche haben es schon vor Eintritt in die Schule gelernt, andere kennen einzelne Buchstaben und manche werden zum ersten Mal mit „deutschen“ Schriftzeichen konfrontiert, deren Klang ihren Ohren noch völlig fremd ist. Das Erlernen der Lesesynthese ist ein besonders anstrengender kognitiver Prozess, der vor allem individuell unterschiedlich lange andauert.
Arbeiten nun zwei Kinder in Partnerarbeit mit der Lumi-App, wird das schnellere und im Leselernprozess weiter entwickelte Kind dem „unterlegenen“ nicht die individuell notwendige Zeit zum Selbsterkennen eines Lösungsweges lassen, weil es im Spiel schneller vorankommen möchte und kann. Im Fall des Erlernens der Lesesynthese ist deshalb Partnerarbeit ausnahmsweise lernpsychologisch kontraproduktiv.
Selbstverständlich gibt es pädagogisch-didaktisch begründete Ausnahmen. In der Anfangsphase können z.B. Probleme im Handling mit der Lumi-App auftreten. Oder ein Kind schafft es nicht, innerhalb einer Lumi-Leseeinheit schnell genügend Zaubertrank zu erarbeiten, um im Schloss einen Sticker zu gewinnen. Es erlebt, trotz Anstrengung, wiederholt keine Belohnung, dann kann Partnerarbeit für kurze Zeit (!) die legitime pädagogische Lösung des Problems sein, ebenso für nicht oder nur unzureichend deutschsprechende Kinder.
Kinder, die zum Zeitpunkt der Einschulung noch unzureichend oder gar kein Deutsch sprechen, haben eine besonders ungünstige Ausgangssituation, um Lesen in der ihnen noch fremden Sprache zu erlernen. Die Mehrheit der in der Lumi-App verwendeten deutschen Wörter sind ihnen unbekannt. Das macht z.B. die Lese-Hypothese im Hörbaren Abschreiben (vgl. 3 Schritte zum Lesenkönnen) für diese Kinder fast unmöglich.
Eine bereits im Unterricht erprobte Brücken-Methode, um diesen Kindern einen Einstieg in ein selbstständiges Arbeiten mit der Lumi-App zu ermöglichen, ist folgende:
Die LK bildet Kleingruppen aus deutschsprachigen und nicht deutschsprachigen Kindern. Erstere lernen mit den anderen am Beispiel der (gelben) Stickerseite „TIERE“ die deutschen Bezeichnungen, bis sie sicher „sitzen“. Danach arbeiten die Kinder nichtdeutscher Herkunftssprache ein paarmal nur mit den gelben Wortkarten, bis sie die innere Logik der Lumi-App (u.a. auch durch Abschauen bei Mitschüler:innen bzw. in Partnerarbeit) erfasst haben. Wortkarten mit Tiernamen zuerst zu verwenden, ist aus semantischen Gründen sinnvoll, weil die meisten Tiere den Kindern auch aus ihren Herkunftsländern vertraut sind.
Prinzipiell ist die Arbeit mit der Lumi-App in jedem Klassenraum und mit jeder Sitzordnung möglich.
Während der Unterrichtserprobung nutzten die Kinder auch sehr gern Lernrückzugsorte wie die Leseecke, den Platz hinter einem Regal, die breite Fensterbank oder setzten sich, mit ihrem iPad und ein paar Wortkarten ausgestattet, einfach auf ein Kissen am Boden. Lernpsychologisch ergaben sich daraus Vorteile:
Kinder waren vor Mitsprechgeräuschen ihrer Tischnachbarn noch mehr geschützt als nur durch ihre Kopfhörer,
Schüchterne Kinder trauten sich das lesedidaktisch notwendige Mit- bzw. Nachsprechen beim Hörbaren Abschreiben schneller zu, die diskreten „Privatplätze“ ließen den Spielcharakter der Lumi-App für die Kinder lernförderlich hervortreten, wodurch sich Konzentration und Spaß am Lernen erhöhten.
Die Lumi-App unterstützt die Kinder bei der Entfaltung ihrer Decodierfähigkeit. So erlangen sie z.B. beim Hörbaren Abschreiben nach und nach Einsichten in wesentliche, das Lesen- und Rechtschreibkönnen positiv beeinflussende, Strukturen unserer Sprache.
Die Einsichten werden aber nur zum Tragen kommen, wenn möglichst alle 200 unterschiedlich lernpotenten Wörter im Hörbaren Abschreiben bearbeitet werden. Das gilt auch für Kinder, die bereits lesen können und die vielleicht den Weg zur Zauberkugel gern abkürzen würden. Ihnen muss gesagt werden,
dass Wörter zuerst abgeschrieben werden müssen, damit sie in der Zauberkugel erscheinen können und
dass sie ohne Zaubertrank im Spiel nicht weiterkommen.
Unabhängig von der Lesefähigkeit schult die Lumi-App darüber hinaus die deutliche Aussprache, weil die Kinder gefordert sind, alles mitzusprechen, was die App-Stimme vorspricht. Die Kinder sind quasi gezwungen, die Wörter korrekt und deutlich nachzusprechen. Nur so können sie in Lumi erfolgreich vorankommen.
Praxiserprobte Anregungen für bereits Lesen könnende Kinder:
zu einer Challenge mit einem anderen Kind anregen,
als Assistent einem Mitschüler helfen (vgl. FAQ: „Wann sind Ausnahmen pädagogisch begründet?“),
andere Kinder beim Einkleben der Sticker unterstützen,
Wortkarten als Schreibanlässe für eine Mini-Geschichte verwenden,
Kinder, die ihr Stickerheft bereits voll haben, mit einer Urkunde belohnen.
Da das Kind die Auswahl der Wortkarten selbst trifft, könnte es guten Lesern ggf. gestattet sein, ihren Zaubertrank auch mit „einfachen“ Wortkarten aufzufüllen, d.h. auch bereits verwendete kurze Wörter zu benutzen, um schneller voranzukommen.
Für ein Kind, das die Lumi-App zu Hause oder in einer Einzelsituation bearbeitet, sind Kopfhörer mit Mikrofon nicht zwingend notwendig, aber eine besonders ruhige Arbeitsatmosphäre, damit das Verstehen der Arbeitsaufträge und der vorgesprochenen Laute nicht beeinträchtigt werden. Genauso wenig darf das Verstehen der durch das Kind ins Mikrofon gesprochenen/laut gelesenen Wörter behindert werden, damit Lumi es verstehen kann.
Nicht immer wird das Kind von Lumi richtig verstanden, obwohl es richtig ins Mikro gesprochen hat. Der Grund kann in der implementierten Spracherkennung liegen, weil diese sehr sensibel auf Abweichungen von der Standardaussprache reagiert. Das kann bei manchem Kind zu Frustration führen. Lumi wird die Schuld zumeist auf sich nehmen mit Sprüchen wie „Ich habe dich nicht verstanden. Kannst du es nochmal wiederholen“, etc.
Den Kindern sollte erklärt werden, dass die Technik noch nicht so weit ist, um immer richtig zu verstehen und Lumi ihnen deshalb drei Auswahlbilder als Entscheidungshilfe gibt.
Die Lumi-App ist die einzige Software, auf deren Basis die Kinder individuell und selbstständig die Lesesynthese als Lernprozess durchlaufen. Ermöglicht wird das durch das innovative digitale Konzept „Hörbares Abschreiben“, das durchgängig sprechende Schrift verwendet und einen fachdidaktisch und lernpsychologisch „gebildeten“ Coach („Lumi“) den Kindern als Lernbegleiter zur Seite stellt. Lumi bietet den Kindern die implementierten Hilfsangebote genau zu dem Zeitpunkt für ihr individuelles Problem als Hilfe zur Selbsthilfe an, wenn sie allein im Leselernspiel nicht weiterkommen.
Das ist richtig, Kinder lernten bisher auch ohne Computer lesen, aber seit Jahren zunehmend immer unzureichender bis gar nicht mehr. Das zeigen nationale und internationale Studien. Ein Grund dafür ist die immer größer werdende Heterogenität der Schülerschaft. Mit herkömmlichen Leselernmethoden kann die LK der großen Differenziertheit in den Ausgangsniveaus der Kinder häufig nicht mehr gerecht werden.
Ein digitales Medium, wie die Lumi-App, kann durch Hörbares Abschreiben (sprechende Schrift, Lerncoach Lumi) die notwendigen Leselernschritte des Leselernprozesses so gestalten, dass jedes Kind bei seinem Ausgangsniveau abgeholt wird und in seinem individuellen Tempo lernend voranschreiten kann und dabei sogar Spaß beim Lesenlernen erlebt.
Die Lumi-App ist damit ein Lernmedium, das erstmalig in der Didaktik des Leselernens gewährleistet, dass die Schwachen/Benachteiligten gefördert werden, ohne die Starken/Privilegierten am Vorauseilen zu hindern.
Sprechende Schrift macht den Leseanfänger unabhängig von einem Lesekönner, der ihm im herkömmlichen Unterricht Fragen beantworten müsste wie z.B.:
Wie heißt/klingt denn der (Buchstabe)?
Wie spricht man die (Buchstaben) zusammen aus?
Sprechende Schrift passt sich den individuellen Bedürfnissen des Kindes an sowohl bzgl. des Zeitpunkts des Bedarfs als auch bzgl. seiner Wiederholungsrate.
Sprechende Schrift ist eine notwendige Bedingung, um den Kindern völlig selbstständiges und selbstbestimmtes Arbeiten zu ermöglichen.
Spielerisches Lernen entspricht dem kindlichen Wesen, sich die Welt entdeckend zu erschließen. Das ist ein wesentlicher Grund, weshalb wir in die Lumi-App ein Serious Game implementiert haben.
Die anstrengende Leselernphase bedarf hoher, langanhaltender Motivation und Ausdauer.
Das hybrid gestaltete Spiel „Stickersammeln“ erzeugt sowohl langanhaltende Motivation als auch Ausdauer zum Lesenlernen.
Jedes Kind möchte gern sein Stickeralbum (aus Papier) füllen. Damit hat es ein sehr motivierendes Ziel und nimmt die anstrengende Aufgabe, über längere Zeit 200 Wörter zu erlesen, an.
Zunächst will das Kind wissen, was auf der, von ihm ausgewählten Wortkarte steht (intrinsische Motivation).
Dafür durchläuft es digital immer wieder die „3 Schritte zum Lesenkönnen“ (vgl. den Menüpunkt).
Zum Schluss wird es mit einem Sticker belohnt (extrinsische Motivation).
Um herauszufinden, wofür sich Kinder in der Übergangsphase zwischen Vor- und Schulalter interessieren, haben wir sie befragt. Ergeben haben sich 13 Themen. Diese sind: Abenteuer, Allgemeines, Freunde & Familie, Meer, Natur, Pferde, Polizei & Feuerwehr, Schule, Sport, Technik, Tiere, Verkehr und Weltraum.
Das Wortmaterial ergab sich aus den Interessengebieten, die uns von Kindern genannt wurden und repräsentiert ihren bereits entfalteten Wortschatz im mündlichen Sprachgebrauch. Deshalb werden die in der Lumi-App verwendeten Wörter im Verständnis der Kinder auch nicht als kompliziert wahrgenommen.
Im herkömmlichen, printorientierten Schriftspracherwerb müssen die zum Lesen verwendeten Wörter lange Zeit hinter dem mündlichen Sprachkönnen der Kinder zurückbleiben, weil die nötigen Schriftsprachbausteine ihnen erst allmählich vermittelt werden.
Unser Konzept Hörbares Abschreiben ermöglicht erstmalig, dass bereits in der Anfangsphase des Lesenlernens Wörter aus dem realen Sprachgebrauch der Kinder verwendet werden können.
Kategorien wie „komplizierte Wörter“, „schwere Wörter“, „zu lange Wörter“ etc. sind für die Kinder mit dem Hörbaren Abschreiben nicht relevant. LK, die in ihrem Unterricht die App bereits erprobt haben, berichteten, dass sich ihre SuS sogar ganz besonders gern lange, „komplizierte“ Wörter aussuchten, weil sie neugierig waren, herauszufinden, was sich dahinter verstecken könnte.
Die freie Wortwahl lässt sich allgemein durch lernpädagogische und -psychologische Erkenntnisse begründen, aber im Besonderen
- weil der Spielcharakter der Lumi-App dies erfordert,
- weil sie das Vertrauen des Kindes zu sich selbst und zu seiner Leistungsfähigkeit stärkt,
- weil es das Kind darin unterstützt, sich selbstbestimmt und mutig schwierigen Aufgaben zu stellen und diese
selbstständig zu lösen,
- weil es auf der Basis seiner freien Entscheidung die Erfahrung machen kann und darf, dass Fehler normale Begleiterscheinungen beim Lernen sind, die es selbständig überwinden kann.
Die Lumi-App läuft nur auf iPads von Apple. Dabei muss iPadOS 16 oder neuer installiert sein. Somit könnte die Lumi App bereits mit iPads der 5. Generation verwendet werden. Wir empfehlen iPads ab der 8. Generation oder neuer. iPad Pro, iPad Air und iPad mini können ebenfalls verwendet werden, sofern auf ihnen mindestens iPadOS 16 installiert ist.
Tablets von anderen Herstellern werden aktuell nicht unterstützt. Auch ist eine Installation auf iPhones nicht möglich.
Zusätzlich werden benötigt: ein Headset, besser ein Kopfhörer mit Mikrofon.
iPads, die keine Klinkenbuchse für Kopfhörer/Headsets haben (z.B. iPads ab der 10. Generation): Hier muss mit USB-C Adaptern für Geräte mit Klinkenstecker gearbeitet werden oder Headsets mit USB-C Anschluss oder Bluetooth Kopfhörer/Headsets verwendet werden.
Mit der Lumi-App arbeiten die Kinder ohne Internetverbindung. Die Installation der App erfolgt bei der Einrichtung der Tablets einmalig über den mitgelieferten QR-Code. Nur dazu wird eine Internet-Verbindung benötigt.
Falls die Kinder im Unterricht noch nie mit einem iPad gearbeitet haben, sollte die Bedienung eines Tablets grundlegend erklärt werden und auch die Lumi App (Navigation, einzelnen Schritte, Nutzung Print-Medien) besprochen werden.
Während der Nutzung der App (innerhalb einer Unterrichtsstunde) werden die erlesenen Wörter, der verdiente Zaubertrank und die neu verdienten Sticker gespeichert. Am Ende jeder Leseeinheit werden die neu verdienten Sticker in das Stickerheft geklebt. Das Stickerheft zeigt somit den Lernfortschritt an. Wird die App bzw. das Tablet deaktiviert, werden die Daten aus der letzten Nutzung nach 10 Minuten gelöscht.
Die Lumi-App wurde für Schulen entwickelt und nahezu alle Schulen setzten zur Nutzung im Unterricht auf iPads.
Installieren sie verfügbare Updates für die Lumi-App aus dem Apple App Store, bzw. stellen sie das iPad so ein, dass App Updates automatisch installiert werden. Bei neu auftretenden Problemen stellen wir neue Versionen bereit. Nur mit diesen kann ein möglichst reibungsloser Programmablauf gewährleistet werden. Halten sie das Betriebssystem aktuell.
Starten Sie die App neu.
Falls die Lumi-App jetzt auch nicht wieder funktioniert, fahren Sie das Tablet herunter und starten es neu.
Dann starten Sie wieder die App.
Lumi benötigt die Rechte, um Mikrofon und/oder Kamera zu benutzen.
Diese können in den Systemeinstellungen gesetzt werden: Einstellungen -> Apps -> Lumis Wörterwelt
Das Wort klar und deutlich sprechen! Normale Betonung. Nicht flüstern. Nicht als Frage aussprechen ("Auto?"). Nicht einzelne Buchstaben, nicht einzelne Silben betonen.
Zuerst das Mikrofon-Icon drücken, kurz warten, dann sprechen. Manche Kinder versuchen, "gleichzeitig" zu sprechen und auf das Mikrofon-Icon zu drücken. Da ist es wahrscheinlich, dass Lumi den Anfang des Wortes nicht hört.
Bei Verwendung eines Headsets: Darauf achten, dass der Stecker vollständig im iPad steckt. Falls das iPad in einer Hülle steckt, kann es je nach Stecker auch sein, dass die Hülle ein komplettes Einstecken verhindert.
Das Wort muss vollständig von der Kamera erfasst werden. Ggf. den Abstand zwischen Tablet und Karte anpassen, so dass der Text scharf dargestellt wird. Karte (bzw. Tablet) leicht bewegen und auch drehen, während die Karte von der Kamera erfasst wird. Dabei das Wort nicht mit der Hand verdecken.
Das Lumi-Medien-Paket besteht aus
Stickeralbum,
Stickern (in 13 Stickerbögen thematisch gebündelt)
200 Wortkarten (in einer Box)
Lumi-App
Die Lumi-App ist kostenlos und liegt zum Download als QR-Code der Rechnung bei.
Die Lumi-Medien sind zu unterscheiden nach Verbrauchs- und Gebrauchsmaterialien.
Für den erstmaligen Start mit Lumi muss für jede Schülerin bzw. jeden Schüler das Lumi-Medien-Paket angeschafft werden. Jedes Kind bekommt sein persönliches Stickeralbum incl. der Sticker. Diese werden im Verlauf des Schuljahres durch das Kind genutzt und damit verbraucht. Nur das Stickeralbum und die Sticker müssen also pro Kind und Schuljahr jeweils neu gekauft werden.
Die Wortkarten können über mehrere Schuljahre genutzt werden, bis sie z.B. abgegriffen sind. Dann können sie durch neue Wortkarten ersetzt werden.
Ist die Lumi-App einmal installiert, ist deren Laufzeit zeitlich unbegrenzt.

